Wann ist eine logopädische Behandlung notwendig?

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Wann ist eine logopädische Behandlung notwendig? 2017-11-09T14:32:23+00:00

Bei Sprachstörungen bei Erwachsenen und Kindern

  • Sprachschwierigkeiten nach einem Schlaganfall, Schädel
  • Hirn-Traumen, Hirntumoren und -Operationen, entzündlichen Prozessen des Gehirns, degenerativen Erkrankungen (Alzheimer, Multiple Sklerose, etc.)
  • Wortfindungsschwierigkeiten
  • Schwierigkeiten Sätze zu bilden
  • Vollständiger Verlust der Sprache oder nur noch das Vermögen ein Wort/ Wortgruppe zu sprechen

Bei Dysphagien (Schluckstörungen)
bedingt bspw. durch einen Schlaganfall, Parkinson, sowie nach chirurgischer, radiologischer, chemotherapeutischer Behandlung im Halsbereich bei entzündlichen, traumatischen, onkologischen und neurologischen Erkrankungen im Erwachsenenalter (Durchblutungsstörungen im Gehirn , Parkinson, Multiple Sklerose choreatischen Krankheiten, Myasthenia gravis, Ataxien, Dystonien, Trachealkanülen und Unfällen)

  • nach dem Schlucken starker Husten
  • Heraustreten der Nahrung aus dem Mund
  • es verbleiben Rückstände der Nahrung im Mund

Bei Sprechstörungen bei Erwachsenen und Kindern
Probleme das Gesagte verständlich auszusprechen. Diese nennt man Dysarthrien oder Dysglossien als Folge von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems wie bei Durchblutungsstörungen, Parkinson, Multiple Sklerose , ALS Ataxien, Dystonien und Hirntumore. Hierbei handelt es sich um organische Veränderungen der am Sprechen beteiligten Organe (Zunge, Gaumen, Zähne) und/oder Störungen der Atmung.

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)
in Folge visueller und auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsdefizite kann das Kind Worte nicht richtig lesen oder schreiben.

Probleme beim:

  • Lesen: zu langsames Lesetempo oder zähes Zusammenziehen der Buchstaben
  • Schreiben: Weglassen von Buchstaben, Spiegelschrift

Diese sind aber auch im Rahmen einer Hirnschädigung, verursacht durch einen Schlaganfall, Unfall oder Tumor, zu begründen. Diese nennt man dann Dyslexie oder Dysgraphie.

Redeflussstörungen = Stottern und Poltern
in Form von Sprechablaufdefiziten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen

Stimmstörungen
organischer, funktioneller und psychischer Ursache bei Kindern und Erwachsenen (Stimmlippenstillstand, Fehl- und Überbelastungen der Stimme, Stimmknötchen, Intubationsfolgen nach OP, lang andauernde Heiserkeit, aber auch nach Laryngektomie (Entfernung des Kehlkopfes ,oder Trachealkanüle)

Kau-, Ess- und Trinkstörungen 
im Säuglings- und Kindesalter bei Cerebralparesen/ Mehrfachbehinderungen, Missbildungen im Mund- und Rachenraum und myofunktionellen Fehlleistungen (Ungleichgewicht der Muskelkräfte im Gesichtsbereich). Hierbei kann die Nahrung nicht normal aufgenommen werden, wird zum Teil wieder erbrochen oder läuft aus dem Mund heraus.

Myofunktionelle Störungen/orofaciale Regulationsstörungen 
Hierbei handelt es sich um Fehlleistungen der Muskulatur im Mund,- und Gesichtsbereich, welche in der Folge zu Sprech- und Schluckstörungen, sowie undeutlichem Sprechen führen können.

Fazialisparese
Ist eine Halbseitenlähmung meist in Kombination mit einem hängenden Mundwinkel und herabhängenden Augenlid. Dies tritt häufig nach einem Schlaganfall, Zahn,- oder Ohroperationen auf.